HSG Hunsrück II setzt sich im Handballkrimi in Igel durch und bleibt im Titelrennen
HSC Igel - HSG Hunsrück II 25:27 (12:12)
Es war das Spitzenspiel der Verbandsliga und auch das einzige Spiel der Liga an diesem Wochenende! Der Tabellendritte Igel traf auf den Tabellenzweiten aus dem Hunsrück, der nach der Niederlage am vergangenen Wochenende gegen den Tabellenführer DJK/MJC Trier unter Zugzwang stand. Mit einer Niederlage in Igel wäre eine Vorentscheidung im Titelkampf zugunsten der MJC gefallen. Das Hinspiel hatte das Hunsrück-Team von Trainer Frank Staskewitz mit 24:21 gewinnen können, verspielten aber nach einer 20:10 Führung fast noch den sicher geglaubten Sieg! Doch auch im Rückspiel hatten die Hunsrücker am Ende die Nase knapp vorne!
Von Beginn an sahen die Zuschauer das erwartet spannende Spiel, in das die Mannschaft von Trainerin Maja Zrnec besser rein fand und mit 2:0 (5.) in Führung ging. Auf Gästeseite fehlte mit Jannik Stürmer ein wichtiger Rückraumspieler. Mit drei Treffern in Folge drehten die Gäste das Spiel innerhalb von zwei Minuten, mussten Igel letztmals beim 4:3 (11), die Führung überlassen um dann über 4:6 (13.) die ständige Führung zu behaupten. Igel ließ sich aber nicht abschütteln, glich nach der ständigen ein bis zwei Tore Führung der Gäste beim 10:10 aus und zur Pause stand ein leistungsgerechtes Remis (12:12) auf der Anzeigetafel in der Igeler Turnhalle. Das Kopf an Kopf Rennen ging auch nach dem Wechsel weiter, doch jetzt waren es die Gastgeber, die den Treffer zur Führung vorlegten, den die Gäste dann postwendend egalisierten. Doch wie in der ersten Hälfte drehten die Gäste den Spieß beim 15:16 (39.) wieder um, jetzt wurde es ein offener Schlagabtausch, der bis zum 19:19 (44.) so weiterging. Als Igels Max Fusenig die erneute Führung für sein Team markierte und den Gästen einen weiteren Treffer einschenkte, nahm Gästetrainer Frank Staskewitz beim 21:19 (47.) die Auszeit. Bis 24:22 verteidigte Igel in der Folge die zwei Tore Führung, erneut glichen die Gäste beim 24:24 (56.) aus und als Igel die rote Karte und damit die verbundene Zeitstrafe erhielt, schien sich das Ball zugunsten der Hunsrücker zu wenden. Doch auf Igels Torhüter Simon Stein war Verlass, er wehrte den fälligen Siebenmeter der Gäste ab. Dennoch gelang den Gästen erneut der Führungstreffer durch Luis Radics und jetzt war es an Igels Trainerin Zrnec die Auszeit (58.) zu nehmen und spätestens jetzt war das Herzschlagfinale eingeläutet. Nach Siebenmetertreffern auf beiden Seiten und dem Ballverlust auf Igeler Seite, war es beim Stand von 25:26 Frank Staskewitz, der 17 Sekunden vor dem Ende die Auszeit nahm und Routinier Manuel Schell 10 Sekunden vor dem Ende für die Entscheidung sorgte.
„Es war ein starkes Spiel, bei dem meine Jungs heute eine tolle Arbeit abgeliefert haben. Knackpunkt war aber unsere Wurfausbeute! 25 nicht genutzte Möglichkeiten, etliche Paraden des gegnerischen Torwarts und insgesamt 8 Alutreffer sind einfach zu viel, um ein Spiel zu gewinnen. Das war für mich der entscheidende Punkt! Das Spiel hätten wir durchaus zu unseren Gunsten entscheiden können. Spielerisch war ich mit dem Auftritt des Teams zufrieden“, so Igels Trainer Zrnec.
„Das erwartet schwere Spiel für meine Mannschaft, in dem es von der ersten bis zur letzten Minuten eng zuging. Igel kam über den Kampf und hatte ihren starken Keeper Simon Stein im Tor. Doch wir waren auch gut aufgestellt und so konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Zu wenig kamen wir aber in der ersten Hälfte in unser Gegenstoßspiel, kassierten nach dem Wechsel zu viele Gegenstoßtreffer der Gastgeber! Doch wir konnten uns schnell wieder stabilisieren und sind am Ende mit den beiden Punkten zufrieden. Torwart Torwart Jonas Schmidt zeigte heute eine sehr starke Leistung“, sagte Gästetrainer Frank Staskewitz.
Tor: L. Everding, J. Schmidt
Feld: T. Glasmacher (4), S. Röhrig, M. Döpp, R. Braun (2), J. Fink (1), L. Radics (1), M. Schell (4), T. Feder (8/5), N. Bach (2), F. Wedertz, J. Schneider (2), F. Albright (3)
Quelle: mosel-handball.com
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