Hunsrück HSG stößt das Tor zur Meisterschaft nach Sieg in Wittlich weit auf
HSG Wittlich - HSG Hunsrück 32:34 (13:20)
„Auswärtssieg, Auswärtssieg…..“, so feierten die Gäste aus dem Hunsrück mit Trainer Florin Nicolae ihren Erfolg in der Eifel! Die HSG Hunsrück dürfte nach dem Sieg in Wittlich auf dem Weg zum Titel nicht mehr aufzuhalten sein! 6 Spieltage vor dem Saisonende liegt das Team von Florin Nicolae fünf Punkte vor Verfolger Wittlich und hat die beiden direkten Vergleiche für sich entschieden! Es war das Spitzenspiel des Wochenendes in einer ausverkauften Halle der Berufsbildenden Schule in Wittlich, in dem der Tabellenzweite aus Wittlich auf den mit drei Punkten Vorsprung führenden Tabellenführer aus dem Hunsrück traf, der das Hinspiel zu seinen Gunsten entschieden hatte. Doch die erhoffte Spannung war scheinbar schon früh aus dem Spiel raus! Die Eifelaner fanden überhaupt nicht ins Spiel und das bestrafte eine konzentriert und konsequent auftretende Hunsrück-Mannschaft, die sich schnell mit 1:4 (5.) absetzte. Dann fand das Team von Nico Weber endlich in die Begegnung, war beim 5:6 (8.) wieder auf Augenhöhe, doch die nächsten Minuten gehörten den Gästen, die über 6:13 (16.), trotz der Wittlicher Auszeit, auf und davon zogen und sich damit eine klare Führung herausgespielt hatten, die über die gesamte erste Hälfte verteidigt werden konnte. Zwar gelang es dem Wittlicher Team, sich bis auf fünf Tore (9:14/19.) heranzukämpfen, doch näher kam das Weber-Team in der ersten Hälfte nicht mehr heran, im Gegenteil! Die Hunsrücker legten über 11:18 (26.) den Grundstein dafür, dass die Begegnung beim 13:20 zur Pause eigentlich gelaufen war. Doch in der Kabine schien Weber dann dir richtigen Worte gefunden zu haben. Seine Mannschaft verkürzte auf 15:20 (33.), lief aber weiter dem klaren Vorsprung der Hunsrücker hinterher. Bis 19:25 (39.) deutete vieles auf den klaren Auswärtserfolg des Tabellenführers hin, doch Wittlich zeigte jetzt sein Kämpferherz! Tor um Tor kamen die Eifelaner heran und als Tim Gierenz beim 27:28 (50.) der Anschlusstreffer gelang, schien das Spiel zu kippen. Es wurde ein offener Schlagabtausch, bei dem sich die Gäste nach dem 29:31 (52.) wieder deutlicher auf vier Tore absetzten und jetzt beim 29:33 (54.) das Tor zur Meisterschaft wieder weit aufgestoßen hatten. Nach dem 30:33 Anschlusstreffer der Gastgeber ließ die Mannschaft zwei Siebenmeter liegen und jetzt machte Collin Reuter mit seinem Siebenmetertreffer für die Gäste den Deckel endgültig zu! Am Ende nutzten die Gastgeber 8 Siebenmeterchancen nicht!
„Wir wussten, was auf uns zukommt, waren auf eine offensive 3:2:1 Deckung der Gäste eingestellt. Den Gästen gelang es, unsern Ballfluss zu unterbinden und wir haben hier keine Lösungen gefunden. Die Abwehr hat in der ersten Hälfte nicht als Team auf dem Platz gestanden, zu oft waren wir in 1:1 Situationen, in den die Hunsrücker ihre individuelle Stärke ausgespielt haben und haben hier einfach nicht als Team verteidigt. Das wollten wir in der Pause verändern, mehr als Team auftreten und uns in der Abwehr helfen, gemeinsam verteidigen! Das haben wir den Gästen dann auch in der zweiten Hälfte schwerer gemacht, haben Moral bewiesen und als Aufsteiger dem dreimaligen Meister das Leben schwer gemacht. Doch mit 66 Prozent Wurfquote und 8 vergebenen Siebenmetern kann man kein Spiel gewinnen! Daran werden wir arbeiten, sind aber momentan traurig, lassen aber die Köpfe nicht hängen und wollen am Ende die bestmögliche Saison abliefern. Glückwunsch an die HSG Hunsrück und danke an unsere Fans, die uns toll unterstützt haben. Leider haben wir heute unser großes Plus, das Tempospiel nicht hinbekommen, das haben die Hunsrücker unterbunden, so dass wir keine zweite Welle oder einen erweiterten Gegenstoß laufen konnten. Darauf waren die Gäste sehr gut eingestellt. Ich wünsche dem verletzten Torwart der Gäste Martin Scherschlicht alles Gute“, so der Gastgebertrainer Nico Weber.
„Die vielen Zuschauer, davon mindestens die Hälfte aus dem Hunsrück haben ein attraktives Handballspiel gesehen, das wir nochmal unnötig spannend gemacht haben. Wir spielen eine super erste Halbzeit, zeigen einen tollen Handball in Angriff und Abwehr. Doch dann setzen wir in den ersten 12 Minuten der zweiten Hälfte nicht das um, was wir in der Kabine besprochen hatten. Das muss einfach besser werden und hier muss man sich die Frage stellen, warum das so ist. Am Ende haben wir auch Glück, können uns bei Martin Scherschlicht im Tor bedanken, der wichtige Siebenmeter pariert. Wir waren über die gesamte Zeit die bessere Mannschaft, doch das muss am Ende nicht mehr so knapp werden. Wir sind von der Bergspitze im Laufe des Spiel bis ins Tal gewandert und das ohne erkennbaren Grund! Die Tür steht jetzt offen, doch wir müssen sie noch zumachen und so lange mathematisch noch etwas anderes möglich ist, müssen wir weiter zu 100 Prozent konzentriert bleiben. Ich kenne meine Mannschaft, die jetzt weiter mit den Füßen auf dem Boden bleiben muss und wird,“ resümiert Gästetrainer Florin Nicolae.
Tor: M. Scherschlicht, L. Kaltenmorgen
Feld: L. Schneider, J. Faust (1), V. Strauß (9/6), J. Fink, B. Klei, P. Schmidt (1), J. Conrath (5/1), L. Bach (4), F. Schmidt (3), C. Reuter (2/1), M. Kessler (4), M. Pusceddu (5)
Quelle: mosel-handball.com
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