Hunsrückerinnen nutzen die Gunst der Stunde
HSG Hunsrück II - DJK/MJC Trier 28:27 (14:17)
Ihre Negativserie wollten die Hunsrückerinnen am Sonntagmittag nach vier Spielen ohne Punktgewinn beenden und lieferten den Gästen aus Trier ein ausgeglichenes Spiel, in dem zunächst die Führungen hin und her wechselten. Nach dem 9:9 (19.) gelang es den Trierer Miezen, bei denen Dana Chorus das Coaching für den erkrankten Fabian Schreiner übernommen hatte, durch Kira Theis erstmals mit zwei Treffern in Führung zu gehen. Als die Mannschaft diese Führung gegen Ende der ersten Hälfte sogar auf vier Tore auf 12:16 ausbaute, schienen den Gastgeberinnen die Felle davon zuschwimmen. Die Pause nutzte den Gastgeberinnen, die mit zwei schnellen Toren beim 16:17 (32.) wieder auf Augenhöhe waren, doch das Team aus Trier verteidigte weiter die ein bis drei Tore Führung über 18:21 (35.) bis 22:23 (41.). Doch dann schienen die Hunsrückerinnen das Spiel drehen zu können, legten auf 24:23 (45.) vor, mussten aber nach der erneute Führung der Miezen beim 25:26 (52.) die Auszeit nehmen und die führte wieder zur Führung der Gastgeberinnen. Es blieb ein weiterhin hart umkämpftes und spannendes Spiel, bei dem die Gastgeber auch nach der Auszeit von Gästetrainerin Chorus, die Führung verteidigten, postwendend glichen die Gäste aus. 39 Sekunden vor dem Ende nahm Gastgebertrainer Flo Hübner beim 28:27 die Auszeit und brachten jetzt diese Führung über die Zeit. Damit beendeten die Hunsrückerinnen ihre Negativserie, sammelten wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt und erneut musste sich das Trierer Team in fremder Halle geschlagen geben.
„Unnötig lagen wir zur Pause mit drei zurück, da wir immer wieder an der Torfrau der Gäste scheiterten. In der Abwehr haben wir heute gut verschoben und dennoch mit 17 Toren zu viel kassiert. Nach dem Wechsel haben wir weiter Tempo gemacht, hatten verständlicherweise auch einige technische Fehler, doch das nehme ich gerne in Kauf. Nach unserer Führung gab es einige unglückliche Schiedsrichterentscheidungen, über die ich mich aufgeregt habe und die Zeitstrafe kassierte. Ich habe aber mit den Schieris gesprochen und wir bleiben Freunde! Bei uns hat die ganze Mannschaft überzeugt, allen voran Luisa Bach und Lina Wagner. Solche Spiele, bei denen der Gast auch nicht vollzählig ist, muss man einfach für sich entscheiden“, sagte der HSG Trainer.
„Leider mussten wir ersatzgeschwächt in den Hunsrück, zeigten aber eine starke kämpferische Leistung und hatten einige gute Aktionen im Angriff. Leider sind wir aber für einige Minuten eingebrochen und gaben so die Führung ab. Bei uns häuften sich die technischen Fehler, da die Mädels nicht gewohnt sind, mit Harz zu spielen. Dadurch waren sie verunsichert und je enger es wurde, desto heißer wurde die Stimmung in der Halle. Am Ende hat man uns angemerkt, dass einige Spielerinnen angeschlagen waren und uns heute die Wechselalternativen fehlten“, sagte Dana Chorus.
Tor: S. Kessler, F. Schell
Feld: M. Bach (2), L. Johann (1), L. Wagner (6/1), N. Schmidt (2), L. Neu (1), M. Fink, T. Schirokich, L. Bach (7), F. Wagner (1), S. Hahn (3), J. Junglen (1), L. Bottlender (4)
Quelle: mosel-handball.com
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